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Der Judenfriedhof
in Illereichen
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| Im Judentum wird
der Friedhof als Haus des ewigen
Lebens oder als Haus
der Ewigkeit benannt. |
| deshalb gilt: |
 | Unantastbarkeit jedes einzelnen
Grabes |
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 | keine Doppelbelegung einer
Grabstätte |
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 | keine Grabpflege (natürlicher
Verfall) |
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Der im Jahre 1719 angelegte Friedhof
liegt auf einem bewaldeten Hügel rechts neben der Straße von Altenstadt
nach Illereichen. Er wurde von Westen nach Osten angeordnet, die einzelnen
Grabreihen von Norden nach Süden. 233 Grabsteine, meist aus Sandstein,
sind heute noch erhalten. Auf vielen Grabsteinen sind Symbole
eingearbeitet, die etwas über den Stand
oder die Tätigkeit
der Verstorbenen aussagen. |
| Levitenkanne: |
 | Leviten waren Diener oder Priester |
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| Davidstern |
 | Symbol für das ganze Judentum |
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| Widderhorn |
 | Der Verstorbene war ein Bläser
des Widderhorns |
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| Messer und Salbgefäß |
 | Das Grab eines Beschneiders |
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| Jüdische
Beerdigungen: |
| "Jüdischen
Beerdigungen zollte man meist großen Respekt, vor allem deshalb, weil es
sehr einfach zuging bei jedem Verstorbenen, ob arm oder reich, ganz im
Sinne des `vor dem Tod sind alle gleich`. Schon der Sarg war aus
schlichten, ungehobelten Brettern und sollte ehrenhalber, zumindest
kurzzeitig, abwechselnd von allen männlichen Gemeindemitgliedern getragen
werden. Blumen und Kränze kamen höchstens von christlichen
Anteilnehmenden, und das Grab wurde wiederum eigenhändig von jüdischen
Leidtragenden zugeschüttet. Auch bei der Feier am Grab sei es einfach
zugegangen." (Karin Sommer) |
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| Verhalten
auf jüdischen Friedhöfen: |
| Aus
Respekt vor den Toten: |
 | Nicht essen oder rauchen! |
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 | Männer tragen Kopfbedeckung! |
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 | Kein Besuch am Sabbat (Samstag) |
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| Brauch: |
 | Statt Blumen Steinchen auf den
Grabstein legen! |
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